Die Entwicklung der Erlöser-Kirchengemeinde von 1894-2019
1892 Brand der Waldgebiete im Bereich der heutigen Erlöserkirche. Neue metallverarbeitender Betriebe siedeln sich in Lohbrügge
und Bergedorf an. Neue Straßenzüge und Wohngebiete entstehen.
1894 Im November: Gründung einer evangelischen Kirchengemeinde in Lohbrügge. Erste Gemeindearbeit und Gottesdienste
finden im Gasthof „Schwarzer Walfisch“ (Alte Holstenstrasse 39/Große Straße 19) statt. Heute ist dort die Kreuzung Sander
Damm/Alte Holstenstraße.
- Einsetzung von Pastor Marnitz.
- Kirchliche Eigenständigkeit.
- Trennung von Steinbek.
1895 Aus Lohbrügge und Sande wird die Gemeinde Sande.
1897 10. Januar: Einweihung des kommunalen Beerdiungsplatzes (Friedhof Lohbrügge) neben der späteren Erlöserkirche durch
Pastor Marnitz. Der Friedhof ist eine Ergänzung / Erweiterung des Bergedorfer Friedhofes.
11. März: Die Baugenehmigung für die Erlöserkirche wird erteilt.
18. Juli: Die Grundsteinlegung findet auf der abgebrannten Waldhöhe statt.
1897 - 1899 Errichtung eines Kirchenneubaus im neugotischen Stil durch den Architekten und Kirchenbaumeister Carl Heinrich Hugo
Groothoof (1851-1918). Die Länge der Kirche beträgt 38 Meter. Die Breite etwa 17,5 Meter. Der Bau wird großzügig durch
den Industriellen Wilhelm Bergner gefördert. Durch private Spenden kommen in kurzer Zeit 80.000 Mark zusammen. Nach
heutigem Wert sind das etwa 650.000€. Örtliche Ziegeleibetriebe spendeten 130.000 Ziegel.
Im Mai 1898 stiftete Agnes Berger elf eindrucksvolle Kirchenfenster. Sie zeigen Motive aus dem Leben Jesu. Angefertigt
wurden die prachtvollen Fenster von dem königlich Bayrischen Hofglasmaler Carl de Bouchè (1845-1920).
1899 19. März: Einweihung der Kirche durch Generalsuperintendent Ruperti in Anwesenheit des deutschen Kaiserpaares. Im
Zuge der Feierlichkeiten erhält Hugo Groothoof für seine Verdienste um den Kirchenbau den preußischen Kronenorden
verliehen.
1904 Bau des Gemeindehauses in der Lohbrügger Kirchstrasse 9.
1914 – 1918 Die Kirche wurde im ersten Weltkrieg nicht beschädigt.
1929 Aus Sande, Boberg und Ladenbek wurde wieder Lohbrügge.
1937 Durch das Groß-Hamburger Gesetz wird Lohbrügge nach Hamburg eingemeindet.
1939 - 1945 Die Erlöserkirche erhielt während des Krieges einige Flaktreffer. Die Inneneinrichtung blieb überwiegend unbeschädigt.
1952 u. 1959 Der Innenraum wird umgestaltet. Restliche Kriegsschäden werden beseitigt.
1963 Der Kirchturm bekommt ein Kupferdach.
1960er Jahre Lohbrügge-Nord wird gebaut. Die Bevölkerungszahl steigt stark an. Zwei neue Gemeinden werden in Lohbrügge-Nord
gegründet und werden eigenständig.
Die Gnadenkirche am Schulenburgring 168. Grundsteinlegung 1967.
Die Auferstehungskirche am Kurt-Adams-Platz 9. Grundsteinlegung 1968.
2019 1. Januar: Die Gnadenkirche und die Erlöserkirche schließen sich zur ev.-luth. Christus-Kirchengemeinde-Lohbrügge zusammen.